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Musikalische Bildung

Michael Pabst-Krueger im SWR 2  Gespräch:
Viele Abiturient*innen haben ein eher unattraktives Bild des Musiklehrerberufes -
Musiklehrer*innen sind Mangelware

In diesem Interview, welches im Rahmen einer Themenwoche zum Musikunterricht im September 2020 aufgezeichnet wurde, geht es um den Wandel des Musikunterrichts in den letzten Jahren, um die Ziele musikalischer Bildung an Schulen und die fast überall fehlenden Lehrkräfte.

Obwohl viele Musiklehrer*innen in Studium und Referendariat heute sehr gut auf den Unterricht vorbereitet sind, gibt es an den Hochschulen und Universitäten in Deutschland zu wenige junge Menschen, die Musik auf Lehramt studieren. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass viele Abiturient*innen falsche Vorstellungen von der Berufspraxis als Musiklehrer*in haben: Zum Einen kursiert das Bild, dass die meisten Schüler*innen sich nur wenig für eine intensivere Beschäftigung mit Musik interessieren, zum Anderen haben musikbegeisterte Abiturient*innen oftmals die Vorstellung, dass Musizieren mit Kindern und Jugendlichen an Schulen nur auf musikalisch niedrigem Niveau möglich ist. Vor allem aber können sich viele junge Menschen ihre eigene Rolle als Musiklehrers oder der Musiklehrer*in kaum oder gar nicht vorstellen.

Es ist deshalb sinnvoll, jungen Menschen bereits in der Schule die Perspektive von Musiklehrer*innen zu eröffnen, indem sie selbst in der Anleitung von Gruppenmusizieren angeleitet werden und dies auch praktisch erproben. Sobald dieser Rollentausch erfolgt, wandelt sich bei vielen das Bild und die Attraktivität des Berufsfeldes wird in Ansätzen erlebbar. Diese Art von Rollentausch ist für musikbegeisterte Schüler*innen im Rahmen von Musikmentoren-Ausbildungen in vielen Bundesländern möglich. Die Qualitäten des Berufes liegen nämlich ganz woanders: Schüler*innen, die beim Musizieren aufblühen, sich begeistern, weil sie eine Erfahrung machen, die ihnen sonst nicht zugänglich ist.

Das gesamte Interview ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/michael-pabst-krueger-ueber-die-attraktivitaet-des-musiklehrerinnenberufs-100.html

 

Michael Pabst-Krueger im Interview des Musikinformationszentrums:
Unterrichtsausfall löst Abwärtsspirale aus

Wer als Kind keine musikalischen Grundlagen erhält, musiziert weniger, wählt nicht so häufig Musik als Leistungskurs, studiert kaum Musik auf Lehramt und besucht wenig klassische Konzerte. Nach der Studie "Musikunterricht in der Grundschule" fehlen 23.000 Musiklehrer*innen an Grundschulen in Deutschland.

Der Präsident des Bundesverbandes Musikunterricht, Dr. Michael Pabst-Krueger, nimmt hierzu Stellung, zeigt in einem Interview des Musikinformationszentrums des Deutschen Musikrats (MIZ) die gesellschaftlichen Folgen des Ausfalls von qualifiziertem Musikunterrichts an Grundschulen auf und warnt in diesem Zusammenhang vor einem Rückgang der kulturellen Bildung.