Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

Kursübersicht und Beschreibungen

Die folgenden Workshops wurden sämtlich bereits im Rahmen von Lehrerfort- und  -weiterbildungen durchgeführt, teilweise auch als freie Kurse für musikalische Laien und/oder bei firmeninternen Veranstaltungen eingesetzt. Die Informationen und Beschreibungen geben jeweils einen Eindruck der bereits durchgeführten Workshops: Diese werden bei erneuter Durchführung in der Regel entsprechend der jeweiligen Zielsetzungen und Lerngruppen verändert.

Für Fragen oder Anfragen wenden Sie sich bitte an: Fortbildung(ät)pabst-krueger.de

 

Von der Bodypercussion zum instrumentalen Klassenmusizieren

Das vielfältige Instrumentarium zum Klassenmusizieren wird in seinen klanglichen Möglichkeiten oft unterschätzt, auf wenige Klangfarben begrenzt und in seinen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten nur eingeschränkt genutzt. Bodypercussion, Percussionsinstrumente, Boomwhacker, Stabspiele und andere "Schulinstrumente" bieten jedoch hervorragende Möglichkeiten zur musikalischen Gestaltung in variablen und heterogenen Lerngruppen, da elementare Spieltechniken auf den einzelnen Instrumenten leicht erlernbar sind und jedes Instrument verschiedene Klangmöglichkeiten bietet, die nach Bedarf flexibel und musikalisch reizvoll eingesetzt werden können.

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht zunächst die Verbesserung der eigenen Kompetenz im Bereich der Bodypercussion und des schulpraktischen Instrumentariums mit dem Ziel, Laienensembles musikalisch reizvoll, abwechslungsreich und leistungsdifferenzierend anleiten zu können. Inhaltliche Schwerpunkte bilden sowohl elementare Spieltechniken auf verschiedenen Körper-, Umwelt-, Percussionsinstrumenten und Stabspielen, als auch Übungen zum Zusammenspiel in vielfältig zusammengesetzten Ensembles. Einzelne Spielmodelle sollen hierbei auch auf verschiedenen Instrumenten umgesetzt werden um hierdurch einerseits die klangliche Bandbreite des Instrumentariums auszuloten und andererseits Möglichkeiten für Vorübungen zum instrumentalen Musizieren zu erkennen und zu erproben. Instrumenten- und Stilkunde im Bereich afro-cubanischer Percussionsmusik runden die inhaltliche Bandbreite dieses Workshops ab.

 

Stabspiele und Percussionsinstrumente im Musikunterricht

Stabspiele und Percussionsinstrumente bieten für den Musikunterricht in Lerngruppen aller Alters- und Leistungsstufen hervorragende Arbeits- und Musiziermöglichkeiten: Das Instrumentarium ist äußerst vielseitig, sowohl in Bezug auf seine klanglichen Möglichkeiten, als auch in spieltechnischer Hinsicht. Klanglich ansprechende und stiltypische Arrangements im Folk-, Pop, Rock-, Latin-, Jazz- und klassischen Bereich können bei geschicktem Einsatz leichter als mit den Originalinstrumenten gespielt und dabei auch klanglich sehr reizvoll und abwechslungsreich gestaltet werden. Grundlegende Spieltechniken auf den verschiedenen Instrumenten sind auch für Laien relativ leicht erlernbar, müssen jedoch korrekt eingeführt und geübt werden, um ansprechende Klangergebnisse erzielen zu können.

In dieser Veranstaltung werden elementare Spieltechniken auf vielen verschiedenen Instrumenten und der fachgerechte Umgang mit Schlägeln, Sticks und Schrappern erlernt. Musiziert werden Instrumentalstücke und Liedbegleitungen in unterschiedlichen Stilistiken, die in sehr variablen Lerngruppen einsetzbar sind.

  

Klangwelten der Percussion - Musikalisches Gestalten mit Percussionsinstrumenten in der Unterrichtspraxis

Percussionsinstrumente werden in ihren musikalischen und klanglichen Möglichkeiten oft unterschätzt, auf einzelne Klangfarben begrenzt und in Arrangements sowie der musikpädagogischen Praxis lediglich als Beiwerk eingesetzt. Die Arbeit mit Percussionsinstrumenten bietet jedoch hervorragende Möglichkeiten für die Unterrichtspraxis und das eigene Musizieren, denn elementare Spieltechniken auf den einzelnen Instrumenten sind leicht erlernbar und jedes Instrument birgt verschiedene Klangmöglichkeiten, die musikalisch reizvoll eingesetzt werden können. Durch die Kombination unterschiedlicher Rhythmen kann die rhythmische Sicherheit der Mitspieler erheblich verbessert werden und mit Hilfe entsprechender Arrangements kann auch mit relativ einfachen Einzelstimmen interessant und anspruchsvoll musiziert werden.

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht zunächst die Verbesserung der eigenen Kompetenz im Umgang mit verschiedenen Percussionsinstrumenten um diese dann musikalisch reizvoll auch in der eigenen Unterrichtspraxis einsetzen zu können. Inhaltliche Schwerpunkte bilden elementare Spieltechniken auf verschiedenen Percussionsinstrumenten, Übungen zum Zusammenspiel in Percussion-Ensembles sowie Instrumenten- und Stilkunde im Bereich afro-cubanischer Percussionsmusik.

   

Congas und Bongos im Musikunterricht

Die Conga ist ein zentrales Instrument des Percussionisten und bietet eine große Vielfalt an Spiel- und Klangmöglichkeiten. Bongos weisen gewisse Ähnlichkeiten zu Congas auf, ihre Klangideale und die wichtigsten Spielweisen unterscheiden sich jedoch erheblich. Auch wenn professionelles Conga- und Bongospiel eine intensive Ausbildung erfordert, können verschiedene Klangfarben und viele interessante Rhythmen auf diesen Instrumenten auch von Laien relativ leicht und schnell erlernt werden. Hierdurch ergeben sich abwechslungsreiche und motivierende Möglichkeiten des Einsatzes von Congas und Bongos im Musikunterricht, die jedoch durch solide Kenntnisse über elementare Spieltechniken sowie die Klangwelt der Instrumente auf ein musikalisch interessantes Niveau gebracht werden sollten.

In diesem Workshop werden deshalb die wichtigsten Anschlagsarten und Klangmöglichkeiten auf Congas und Bongos erlernt und diese zum Musizieren verschiedener Arrangements von Rhythmen aus unterschiedlichen Erdteilen angewendet, wobei teilweise auch andere Percussionsinstrumenten zum Einsatz kommen.

 

Boomwhackers im Musikunterricht

Die gestimmten bunten Plastikröhren können vom elementaren bis zum anspruchsvollen polyrhythmischen und polyphonen Spiel musikalisch reizvoll und pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden: Entsprechend der jeweiligen Vorkenntnisse, Zielsetzungen und Anspruchsniveaus lassen sich sowohl einfache Ostinati und leichte additive Pattern, als auch kleine Spielstücke mit verschiedenen Grooves und Breaks bis hin zu auskomponierten mehrsätzigen Suiten realisieren und klanglich reizvoll gestalten. Hierbei können durch verschiedene Spieltechniken und Bewegungsmuster sehr unterschiedliche Klangfarben, musikalische Effekte und wirkungsvolle choreographische Elemente erzeugt und in das Spiel integriert werden. In Kombination mit Prinzipien des Live-Arrangements, wie sie z. B. aus der Samba-Percussion bekannt sind, stehen hiermit äußerst flexible Möglichkeiten zur Arbeit mit ganz verschiedenartigen und heterogen zusammengesetzten Lerngruppen zur Verfügung. Weiterhin bieten auch Kombinationen von Boomwhackern mit anderen Instrumenten musikalisch und pädagogisch reizvolle Möglichkeiten, die hier exemplarisch ebenfalls vorgestellt werden.

In diesem Workshop werden Spielmodelle erarbeitet, die vom Referenten regelmäßig in Percussion-Ensembles und im Musikunterricht mit unterschiedlichsten Zielgruppen eingesetzt und hierbei ständig weiterentwickelt werden: Die vorgestellten Konzepte sind deshalb für viele verschiedene Situationen und Lerngruppen adaptierbar.
 

Objektpercussion im Musikunterricht  

Angeregt von den Performances z. B. der Gruppe STOMP breitet sich die Nutzung von Umweltgegenständen zur musikalischen Gestaltung immer stärker aus. Zum Musizieren mit Laienensembles und in musikpädagogischen Zusammenhängen lassen sich die unterschiedlichsten Gegenstände und Materialien einsetzen: Besen, Bälle, Tische, Stühle,  Bücher, Hefte, Papier, Schreibutensilien, Tafeln, Türen, Heizkörper, ... Der Fantasie und Experimentierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt. Für musikalisch interessante Ergebnisse sollte dabei der Klanggestaltung mit den unterschiedlichen "Instrumenten" sowie den Zusammenklängen der verschiedenen Stimmen und Klangfarben besondere Beachtung geschenkt werden. Hierbei gilt es, durch verschiedene Spieltechniken möglichst unterschiedliche Klangfarben und Klangeffekte zu realisieren und in das Zusammenspiel zu integrieren.

Neben vorbereiteten Spielmodellen, die jeweils bereits in verschiedenen Lerngruppen erprobt wurden, wird in diesem Workshop auch der kreativen Arbeit mit den "Musikobjekten" Raum gegeben, wodurch vielfach neue Klangerlebnisse und Performances entstehen.

 

Bodypercussion (& More)

Bodypercussion zur Schulung der Koordination, als Vorübung zum instrumentalen Musizieren und als eigenständige Kunstform stehen im Mittelpunkt dieses Workshops. Von einfachen Klatschrhythmen über polyrhythmische Arrangements bis zu kleinen, aufführungsgeeigneten Stücken wird ein Bogen über die verschiedenen Aspekte und Einsatzmöglichkeiten von Bodypercussion im Unterricht gegeben.

Die in diesem Kurs erarbeiteten Materialien werden vom Referenten seit vielen Jahren in Percussionensembles und im Musikunterricht mit unterschiedlichsten Zielgruppen eingesetzt und hierbei ständig weiterentwickelt: Die vorgestellten Konzepte sind deshalb für viele verschiedene Situationen und Lerngruppen adaptierbar.

In Ergänzung zur reinen Bodypercussion können auch Alltags- und Umweltgegenstände sowie „einfache Instrumente“ für viele Zwecke gut im Unterricht eingesetzt werden: Exemplarische Spielmodelle aus den Bereichen „STOMP“ und „Boomwhacker“ können deshalb den Themenkreis ergänzen und abrunden.

 

Das Drumset und Drumgrooves im Musikunterricht

Das Drumset ist ein zentrales Instrument in der Rock- und Popmusik. Mit wenigen Basisrhythmen lassen sich bereits die meisten Rock- und Popsongs begleiten. Diese sind relativ leicht erlernbar, wodurch sich Erfolgserlebnisse (auch für Schülerinnen und Schüler) schon nach kurzer Zeit einstellen. Aus der Erfahrung, Songs am Drumset begleiten zu können, erwächst außerdem eine hohe Motivation, sich intensiver mit dem Instrument zu beschäftigen. In Schulklassen können die einzelnen Rhythmen auch auf mehrere Schülerinnen und Schüler aufgeteilt werden, sodass sowohl die Anforderungen von allen Lernenden von Anfang an erfolgreich gemeistert werden können, als auch in kurzer Zeit viele Personen die Gelegenheit haben, am Instrument zu spielen.

In diesem Workshop werden die wichtigsten Drumgrooves über verschiedene Vorübungen und vielseitiges Instrumentalspiel am Drumset erlernt sowie zur Begleitung von Playbacks in unterschiedlichen Stilistiken eingesetzt. Zusätzlich werden die Basisrhythmen auch auf andere Instrumente übertragen, z. B. Percussionsinstrumente, Boomwhacker, Bodypercussion, wodurch diese in einer größeren dynamischen Bandbreite und vielen zusätzlichen Situationen einsetzbar sind: Lied- und Instrumentalsatzbegleitung mit typischen Drumgrooves werden hierdurch auch ohne Drumset und in geringerer Lautstärke möglich. Hinweise zur Instrumentenkunde sowie zu Qualitätsmerkmalen von Drumsets runden das Programm dieses Workshops ab.

 

Drumgrooves mit vielen Gesichtern - auch ohne Drumset voll im Groove!

Der Groove ist die Basis des Rock und das Drumset sein markantester Vertreter. Typische Drumgrooves werden hier als Bodypercussion, mit Boomwhackern und auf Percussionsinstrumenten realisiert und damit ganz verschieden zum Klingen gebracht. Im Musikunterricht bieten die unterschiedlichen Realisationen Möglichkeiten zum Üben und Musizieren von Drumgrooves für die gesamte Klasse sowie viele verschiedene klangliche Realisationen der Basisgrooves, die je nach Bedarf auch anstelle der Original-Drumgrooves eingesetzt werden können.

 

Sambarhythmen im Musikunterricht

Sambarhythmen bieten für den Musikunterricht mit unterschiedlichsten Lerngruppen reichhaltige und äußerst flexible Einsatz- und Arbeitsmöglichkeiten auf vielen verschiedenen Leistungsniveaus. Sie werden außerdem auch in ihrem Ursprungsland Brasilien intensiv für pädagogische und soziale Zielsetzungen genutzt. Samba als eine große Stilfamilie, die seit mehr als 100 Jahren ständig weiterentwickelt wird und dabei musikalische Elemente aus vielen Teilen der Welt integriert, bietet musikethnologisch ein hochinteressantes Arbeitsfeld.

Diese verschiedenen Aspekte können auch in einem kombinierten Angebot aus einem Vortrag, der mit einigen praktischen Übungen für die TeilnehmerInnen angereichert wird, und einem Praxis-Workshop beleuchtet und erfahrbar gemacht werden. Hierdurch werden sowohl praktische als auch theoretische Aspekte gleichberechtigt thematisiert, womit der großen Bandbreite und Tiefe des Themas Rechnung getragen und einem möglichen "pädagogisch-musikpraktischen Aktionismus" vorgebeugt werden kann.

Der Workshop thematisiert jeweils eine Stilistik des Samba, z. B. Samba Batucada, Samba Reggae, Samba Funk. Es sind bereits einige Veröffentlichungen zur Thematik dieser Workshops erschienen: Siehe hierzu das Literaturverzeichnis.

 

ABC-Percussion (Africa, Brasil, Cuba)

Das äußerst vielfältige Instrumentarium der Latin Percussion bietet viele Klang- und Spielmöglichkeiten auf sehr variablen Anspruchs- und Leistungsniveaus. Allen gemeinsam ist die Notwendigkeit der klangorientierten Beschäftigung mit den Spieltechniken der verschiedenen Instrumente: In diesem Workshop werden die elementaren Spieltechniken der wichtigsten Instrumente erlernt und einfache stiltypische Sätze musiziert, die für den Einsatz im Musikunterricht leicht an die Bedingungen unterschiedlicher Lerngruppen angepasst werden können. Hierbei werden auch Grundlagen des Musizierverständnisses afrikanischer und südamerikanischer Percussionsmusik thematisiert und angewandt, die sich grundlegend von europäischen Musiktraditionen unterscheiden.

 

Orff-Rock

Rockmusik auf Orff-Instrumenten – ein Stilbruch? Keinesfalls: Durch geeignete Wahl von Anschlagtechniken, Schlägeln, stiltypischen Voicings und die Zusammenstellung verschiedener Instrumente kann Rockmusik auf Orff-Instrumenten stilecht, klangvoll und mitreißend musiziert werden. Im Musikunterricht können Aufgaben sehr unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade vergeben, alle SchülerInnen einbezogen und dabei sehr flexibel auf deren Spielschwierigkeiten und Vorlieben eingegangen werden.

 

Populäre Musik für Einsteiger

Dieser mehrtägige Lehrgang wendet sich an Lehrkräfte, die sich bisher noch wenig mit Populärer Musik beschäftigt haben oder über keine eigene Spielpraxis in diesen Stilrichtungen verfügen. In vorwiegend praktischer Arbeit wird eine Einführung in das Instrumentarium und die Spielpraxis Populärer Musik gegeben. In kleinen Gruppen werden elementare Grundlagen der Spielpraxis jeweils eines der typischen Popmusik-Instrumente Keyboard, E-Gitarre, E-Bass und Drumset anhand einfacher Beispiele erlernt. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf verschiedenen, leicht erlernbaren, aber dennoch stiltypischen Spielweisen der jeweiligen Instrumente in unterschiedlichen Rock-Pop-Stilarten. Im Wechsel zu diesen Instrumentalübungen werden die gerade erlernten Fähigkeiten dann im Zusammenspiel in einer von vier Band-Übungsgruppen angewendet und praxiserprobt: Jede Band widmet sich einer Stilart, z.B. Blues, Rock, Latin, Reggae, Funky, Hip-Hop, ... Es werden dabei leichte Stücke musiziert, die sich auch für den Einsatz in Schülergruppen eignen, aber dennoch die stiltypischen Merkmale des jeweiligen Genres eindeutig repräsentieren.

Ein wesentliches Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen praktischen Zugang zur Beschäftigung mit Populärer Musik zu eröffnen, ihnen eigene Spielpraxis zu verschaffen und sie hierdurch in die Lage zu versetzen, Popmusik aufgrund eigener Erfahrungen handlungsorientiert zu unterrichten.

 

Bandtraining für Einsteiger

Auch ohne langjährige Praxis in Rockbands kann Rockmusik in der Schule praktiziert werden: Grundkenntnisse der Spieltechniken von Drumset, E-Bass, E-Gitarre und Keyboards und besonders eigene Erfahrungen im Zusammenspiel in einer Band sind hierfür zunächst ausreichend, aber auch erforderlich. In diesem Workshop werden Einführungen in die Basis-Spieltechniken der typischen Rockbandinstrumente gegeben und Spielmodelle für den Anfangsunterricht musiziert, die für Anfänger auf den einzelnen Instrumenten spielbar sind, stiltypisch klingen und echtes Rockband-Feeling aufkommen lassen.

 

Funky Samba

Diese Mischung aus nordamerikanischen Funk-Rhythmen, brasilianischer Spielfreude und dem Instrumentarium des Samba eignet sich hervorragend als Einstieg in die Klangwelt und die Spielpraxis brasilianischer Percussionsmusik: Auch europäischen Ohren weitgehend geläufige Rhythmen werden in die klangliche Welt des Samba versetzt und hierbei die Spieltechniken der typischen Sambainstrumente erlernt und geübt. Sehr energiegeladene Breaks und eine eindrucksvolle Choreographie geben der Performance ein eindrucksvolles Gesicht, welches später auch die Repertoires von Ensembles der Teilnehmer bereichern kann.

Dieser Workshop kann für bestehende Sambagruppen oder als freier Kurs für Sambistas ohne oder mit Vorerfahrungen angeboten werden. Hierbei können auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und Leistungsniveaus integriert und entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Wünsche individuell angesprochen werden.

 

Samba Batucada

Samba Batucada ist die älteste Sambastilistik, die sich nach dem Ende der Sklaverei in Brasilien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Rio de Janeiro und São Paulo entwickelte. Sie ist gekennzeichnet durch ein sehr hohes Tempo, sehr energiegeladene Spielweisen der Instrumente und hohe Komplexität der einzelnen Rhythmen sowie des Zusammenspiels. Ihre Entwicklung ist heute abgeschlossen, d. h. es werden zwar jedes Jahr zum Karneval neue Enredos (Samba-Lieder) geschrieben und aufgeführt, diese unterscheiden sich stilistisch jedoch nicht von denjenigen der vergangenen Jahrzehnte. Ein Nachspielen der Originale erfordert ein hohes Maß an Spieltechnik auf jedem einzelnen Instrument und eine fundierte Klangvorstellung bezüglich des Microtimings und des Zusammenspiels der Mitspieler: Nicht ohne Grund beschäftigen sich erfolgreiche Batucada-Gruppen weltweit in der Regel ausschließlich mit dieser Stilistik.

Da Samba Batucada jedoch sowohl die Basis aller weiteren Entwicklungen des Samba, als auch die in Europa bekannteste Samba-Stilistik ist, lohnt sich eine Beschäftigung mit diesen Rhythmen in jedem Fall. Für den Einstieg in diese Stilistik können die einzelnen Rhythmen deutlich vereinfacht und auch die Zahl der Instrumente und Einzelrhythmen stark reduziert werden, ohne dass die charakteristischen Merkmals des Samba Batucada musikalisch in den Hintergrund treten: In einem Einsteiger-Workshop können deshalb auch von musikalischen Laien relativ leicht erlernbare Rhythmen und Spieltechniken, klanglich reizvolle Grooves, spannende Break und interessante Arrangements erarbeitet werden, durch die sich bereits mit wenigen Mitteln brasilianisches Flair erzeugen und publikumswirksame Aufführungen gestalten lassen.

Fortgeschrittenen-Workshops können für bestehende Sambagruppen oder als freie Kurse für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Vorerfahrungen angeboten werden. Hierbei können Sambistas mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und Leistungsniveaus integriert und entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Wünsche individuell angesprochen sowie sehr unterschiedliche Schwerpunkte der Arbeit gesetzt werden: Entsprechende Workshop-Konzeptionen werden nach Absprache für jeden Kurs ziel- und passgenau erstellt.

 

Samba-Reggae

Samba-Reggae entwickelte sich in den 1970er Jahren in Salvador de Bahia, Brasilien, als Fusion von brasilianischen Sambarhythmen, karibischem Reggae und afrikanischer Musizierpraxis. Er wurde zuerst von ausschließlich mit schwarzen Musikern und Tänzerinnen besetzten "Afro-Blocos" gespielt, die hiermit einerseits ihre afrikanischen Wurzeln mit den musikalischen Entwicklungen ihrer "neuen Heimat" verschmolzen, andererseits der in dieser Zeit erwachenden Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in Brasilien Ausdruck verliehen. Samba-Reggae ist geprägt durch ein (im Vergleich zur Samba Batucada aus Rio de Janeiro) gemäßigtes Tempo, durch abwechslungsreiche und sehr klangvolle Surdofiguren, die stets auf drei bis vier, teilweise auch fünf, unterschiedlich gestimmten Instrumenten gespielt wird und durch verschiedene auf sehr hell klingenden Instrumenten wie z. B. Repinique, Timbales, Caixa oder Tamborim gespielten, ineinander verzahnte Linien.

In diesem Workshop wird ein baianischer Samba-Reggae-Groove erarbeitet, der geprägt ist durch eine klangvolle und spannungsreiche 4er-Surdo-Kombination sowie verschiedene Clave-Figuren, die auf unterschiedlichen Instrumenten gespielt sehr abwechslungsreich klingen können. Zusätzlich werden einige Surdo-dominierte Breaks erarbeitet und durch flexible Live-Arrangements effektvoll in Szene gesetzt. Die Performance wird durch Bewegung, Tanz- und Jongliereinlagen zu einer mitreißenden Show weiterentwickelt, die sich später auch in die Repertoires von Ensembles der Teilnehmer integrieren lässt.

Dieser Workshop kann für bestehende Sambagruppen oder als freier Kurs für Sambistas ohne oder mit Vorerfahrungen angeboten werden. Hierbei können auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und Leistungsniveaus integriert und entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Wünsche individuell angesprochen werden.

 

Cuba meets Samba

Auf brasilianischen Sambainstrumenten können auch Grooves aus anderen Ländern und Kulturkreisen mitreißend und klanglich reizvoll zum Klingen gebracht werden: In diesem Workshop wird ein kubanischer Guaguanco-Groove erarbeitet, der geprägt ist durch eine klangvolle und spannungsreiche 3er-Surdo-Kombination sowie die typische kubanische Rumba-Clave, gemischt mit Elementen des Reggae und des Samba. Außerdem gibt es einige Funk-Beeinflusste Breaks, die durch flexible Live-Arrangements effektvoll in Szene gesetzt werden. Die Performance wird durch Bewegung, Tanz- und Jongliereinlagen zu einer mitreißenden Show weiterentwickelt, die sich später auch in die Repertoires von Ensembles der Teilnehmer integrieren lässt.

Dieser Workshop kann für bestehende Sambagruppen oder als freier Kurs für Sambistas mit Vorerfahrungen angeboten werden. Hierbei können Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und Leistungsniveaus integriert und entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten und Wünsche individuell angesprochen werden.

 


 

Sambarhythmen gemeinsam erleben - Lernende individuell fördern beim BMU-Landeskongress am 7.11.2015 in Lübeck (©: Dr. Björn Tischler)Sambarhythmen gemeinsam erleben - Lernende individuell fördern beim BMU-Landeskongress am 7.11.2015 in Lübeck (©: Dr. Björn Tischler)

Sambarhythmen gemeinsam erleben - Lernende individuell fördern beim BMU-Landeskongress am 7.11.2015 in Lübeck (©: Dr. Björn Tischler)

 

Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009  (©: Tourismus-Service Scharbeutz)Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009 (©: Tourismus-Service Scharbeutz)

Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009  (©: Tourismus-Service Scharbeutz)Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009 (©: Tourismus-Service Scharbeutz)

Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009  (©: Tourismus-Service Scharbeutz)Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009 (©: Tourismus-Service Scharbeutz)

Guaguancó-Workshop mit 65 aktiven Sambistas beim 1. Scharbeutzer Sambafestival am 13. Juni 2009  (©: Tourismus-Service Scharbeutz)